Eine multimediale Theaterperformance
gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa in Berlin
Konzeption: Johanna Debes, Rudolf Schmid
Regie:
Rudolf Schmid , Regieassistenz / Endregie / Technik: Lisa-Violetta Gaß
Spiel / Texte: Johanna Debes, Lin Hektoen, Rasmus Wirth, Rudolf Schmid
Musik/ Bühne, Figuren, Objekte: : Rudolf Schmid
Premiere: 23.August 2019

Wir arbeiten an einem neuen Stück zum Thema Berührung. Es geht dabei um kindliche Prägungen und frühe Erfahrungen mit Berührung, die Beziehung zum eigenen Körper, Nähe-Distanz-Empfinden, Sinnlichkeit, Sehnsucht nach Berührung, die unterschiedliche Wahrnehmung von Männern und Frauen zu diesem Thema.

Jeder Mensch braucht Berührung. Sie ist genau so wichtig wie Atem, Nahrung und Wasser. Ohne Berührung verkümmern wir, erst emotional, dann körperlich. Das wissen wir spätestens seit dem Experiment, das Kaiser Friedrich II im 12. Jh. angewiesen haben soll: Um herauszufinden, ob eine „Ur-Sprache“ in uns steckt, ließ er Babys zwar mit Nahrungsmitteln versorgen, sonst aber mit keinerlei Zuwendung. Sie wurden nicht angeschaut, nicht angesprochen – und nicht berüht. Das Experiment misslang. Alle Babys starben frühzeitig. Ohne menschliche Wärme und Berührung fehlte ihnen die gesamte Lebensbasis. An diesem elementaren Bedürfnis nach Körperkontakt ändert sich auch im Erwachsenenalter nichts. Berührung ist lebenswichtig und befriedigt unsere tiefe Sehnsucht, geliebt und angenommen zu sein. Berührung ist körper-sprachliche Kommunikation.







 
 
 
 
 
 
 

   
 

Fliegendes Theater