2016 findet das Projekt „Drei mal Geschichte“ in Berliner Grundschulen statt. Zielgruppe sind Schüler der 4. Klassen.

-Das Projekt wird gefördert von der Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin.

Projektidee:
Oft fragen wir uns, wie man den Forschergeist in den Kindern wecken kann, und wie das Theater den Unterricht mit seinem Zauber und seiner Magie bereichern kann. Mit der theaterpädagogischen Vorbereitung zu den Themen Urzeit - Steinzeit - Neuzeit wollen wir einen sinnlichen Zugang zu Evolution und Geschichte schaffen:

Urzeit: „Eine Reise in die Urzeit“ (Nominiert für den Ikaruspreis)
Auf der Bühne wird die Entstehungsgeschichte des Lebens auf der Erde gezeigt. Die Kinder erleben wie Naturgewalten die Entwicklung der Tiere und Pflanzen beeinflußen. Evoluionsgeschichte im Zeitrafferverfahren! Das ist in seiner theatralischen Anschaulichkeit ein sehr spannendes und beeindruckendes Erlebnis für Kinder.

Steinzeit: „Das Höhlenkind“

 Die urzeitliche Herkunft des Menschen übt auf Kinder eine große Faszination aus. In dieser Produktion gehen wir den Fragen nach: Wo kommen wir her? Wie konnten wir überleben? Wie hat sich die handwerkliche und geistige Kreativität des Menschen entwickelt? Zu sehen ist, wie aus Notlagen heraus geniale Erfindungen gemacht wurden wie etwa die Nutzung des Feuers. Außerdem beschäftigt sich das Projekt mit der geistigen Welt der Urmenschen wie schamanistischen Praktiken und Initiationsritualen.

Neuzeit: „Ein Haus erzählt“
(nominiert für den Ikaruspreis)
„Wieso hast du denn dein Haus unter die Autobahn gebaut?" fragt Felix seinen Opa. Der Großvater nimmt Felix mit auf eine Zeitreise, erzählt, wie die Stadt sich über 100 Jahre verändert hat, wie sie im Krieg zerstört wurde, und wie schließlich aus einem kleinen beschaulichen Städtchen eine moderne Großstadt wurde, in der Opas kleines Häuschen unter die Autobahn geriet. Auf sinnliche Weise werden so 100 Jahre Geschichte erlebbar.









 
 

Es werden 3 Schulen mit jeweils 4 Klassen an dem Projekt teilnehmen. Zwei Theaterpädagoginnen besuchen vor der Aufführung jede Schulklasse und führen eine zu dem jeweiligen Stück entwickelte theaterpädagogische Einheit durch. Die Kinder bekommen z.B. die Gelegenheit anhand von Versteinerungen die Entstehung des Lebens zu erfahren, oder am Beispiel der menschlichen Evolution Sprache nachzuvollziehen. Zu dem Stück „Ein Haus erzählt“ wird eine Straße in einer Stadt über 100 Jahre beobachtet, und es wird erfahrbar, wie sie sich verändert. Die Kinder tragen eigene Gedanken und Fantasien dazu bei. Bei der theaterpädagogischen Vorbereitung erfahren die Kinder selbst aktiv das Thema, in dem anschließenden Theaterstück erleben sie es noch einmal beobachtend. Unser Ziel ist es, künstlerische und kulturellere Kompetenzen bei den Schülerinnen und Schülern zu stärken. Die theaterpädagogische Begleitung ermöglicht eine auf die Kinder zugeschnittene Kulturvermittlung. So können im Theater behandelte Themen sinnlich erfahrbar gemacht werden. Die Schüler und Schülerinnen aus den ausgewählten Bezirken haben einen überdurchschnittlich hohen Migrationshintergrund. Diese Kinder kommen in ihrer Freizeit selten mit Kultur oder Theater in Berührung. Wir wollen sie mit dem Theaterbesuch und der aktiven Auseinandersetzung mit dem Thema Geschichte neugierig auf kulturellen Inhalte machen. Die Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, sich intensiv über ein Jahr mit einem Thema auseinanderzusetzen. Die Lehrer und Lehrerinnen profitieren von dem Projekt, indem sie die Möglichkeiten des Theaters kennenlernen und mit in den Unterricht einfließen lassen können.

 



 


Fliegendes Theater