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Das Märchen der
Brüder Grimm erzählt von sieben Brüdern,
die durch einen Fluch in Raben verwandelt werden: Ein
König lebt allein mit seinen Kindern. Als er eine
neue Frau ins Haus bringt, gibt es Ärger. Die Stiefmutter
ist eifersüchtig und verzaubert die Jungen in Raben.
Nur das Mädchen entkommt dem Fluch. Sie macht sich
auf die Suche nach ihren Brüdern und geht bis ans
Ende der Welt. Dort, in einem Glasberg eingeschlossen
hausen die verzauberten Brüder. Wird es ihr gelingen,
sie zu befreien?
Unsere Inszenierung kombiniert zwei
Märchen:
"Die sechs Schwäne" und "Die
sieben Raben".
In beiden Märchen werden Kinder in Tiere verzau-
bert. Uns interessierte die Familiensituation
in den "sechs Schwänen": Der alleinerziehende
Vater lernt eine neue Frau kennen. Er möchte einerseits,
wieder mit einer Frau zusammen sein, andererseits fürchtet
er, sie könne seine Kinder ablehnen. Deshalb versteckt
er sie vor ihr. Natürlich merkt die Frau bald, dass
der Mann ihr nicht ganz gehört und entdeckt sein
Geheimnis. Es entsteht eine Konkurrenz- situation zwischen
ihr und den Kindern, Aus der Sicht der Kinder wird sie
zur Hexe, die sie in "Raben" verzaubert. Sie
zeigen ihre dunkle, abweisende Seite und werden zu "Problemkindern".
Diese Situation, erinnerte uns an manch moderne Verhältnisse.
Dem Mädchen misst das Märchen eine andere
Rolle zu als den Jungen. Sie wird nicht verzaubert, und
muss ihre Brüder suchen, d.h. wieder einen Weg zu
ihrer Seele finden. Das Märchen zeigt, wie mühsam
diese Aufgabe ist und wie sie zu bewältigen ist:
Der lange, gefährliche Weg über Sonne und Mond
bis zu den Sternen wird beschrieben, ihr unermüdliches
Fragen nach den Brüdern. Nur mit höchstem emotionalen
Einsatz - indem sie sich "in den Finger schneidet"
- kann sie schließlich den "Glasberg"
aufschließen, in dem die Brüder gefangen sitzen.
SPIEL
Das Bühnenbild besteht aus drei unterschiedlich
großen Stühlen, die zu immer neuen Räumen
zusammengestellt werden. Edelgard hansen spielt darum
herum Szenen mit Masken und Figuren. Auf die Bühne
projizierte Schattenfiguren ergeben eine weitere Spielebene.
Rituelles Spiel und tänzerisch rhythmisches Darstellung
ergeben zusammen mit Live - Musik eine märchenhaft
dichte Atmosphäre.
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Rudolf Schmid
begleitet das Stück
musikalisch mit Flöten, Concertina, Kantele und diversen
Geräuschinstrumenten. Daneben zaubert er eine Reihe bunter
Schattenspiele auf das Bühnenbild.
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Technische Bedingungen:
wir benötigen für dieses Stück
- einen verdunkelbaren
Raum
- eine Bühnenfläche
von 6 x 4 m
- Bühnenpodeste von
ca. 50 cm Höhe
oder ansteigende Zuschauerreihen
(auch improvisiert möglich)
- eine Zuschauerbegrenzung
von 140
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