 | | Der Wolf und die sieben Tassen
Herrn Uhus verrückte Geschichten im Fliegenden Theater märchenhaft
erzählt
GRIMMS MÄRCHEN mit Kanne, Tassen und Brötchen als Hauptdarsteller - Herrn Uhus verrückte Geschichten im Fliegenden Theater sind eben alles andere als eine gewöhnliche Erzählstunde. In
einer furiosen Ein-Mann-Show erweckt Rudolf Schmid alles in seiner Umgebung zu neuem Leben: Unter seinen Händen wird die Porzellankanne zur besorgten Mutter aus Der Wolf und die sieben Geißlein,
die herzzerreißend Kaffeetränen weint. Die Tassen sausen dazu als quirlige Geißlein über den Tisch. Und das Publikum akzeptiert die Alltagsgegenstände sofort als Märchenfiguren,
verrät dem Wolf sogar, wo sich die Tässchen versteckt haben. Doch schon wechselt Rudolf Schmid zu einer anderen Geschichte. Nun ist das große Brötchen der böse Wolf, der das Rotkäppchen-Würstchen
schlucken will. Sogar das Radio wird zu einer Persönlichkeit, die traurig oder frech sein
kann... Herrn Uhus Vorstellung ist ein wahres Feuerwerk der
Phantasie und obendrein voller Witz.
| Verrückte Geschichten, verträumte Märchen...
die 12. Figurentheatertage an Schlei und Ostsee endeten mit echten Höhepunkten: Rudolf Schmid vom Fliegenden Theater Berlin zeigte als "Herr Uhu",
dass man mit banalen Haushaltsgegenständen
urkomische Sachen machen kann.
Ein bisschen was hat er von Charlie Chaplin, und entfernt erinnert er an den Blödel-König Helge Schneider. Aber sonst ist Herr Uhu (alias
Rudolf Schmid) ein echtes Original. In einer Handkarre sammelt der komische Kauz allerlei Krimskrams, und daheim in der Dachkammer erweckt er ihn zum Leben. Und dabei bleibt kein Auge
trocken: Da werden sieben Mokkatässchen zu sieben Geißlein und treiben auf dem Tisch rasante Späße. Der Fleischwolf kriegt sie zwar, und es gibt jede Menge Scherben. Aber Herr Uhu
zaubert schließlich ein Happy-End. Ein Tässchen mutiert zum gefräßigen Monster, wächst bis zur Größe einer Waschschüssel heran und kidnappt ein Mainzelmännchen. Erst ein wackerer
Nussknacker kann den TV-Zwerg mit Hilfe einer Spezialeinheit aus Bratpfanne, Kaffeemühle und Kloplömpel befreien.
Die Idee des Stücks ist genial; und in der stimmigen Dachkammeratmosphäre des Bühnenbilds gelingt Rudolf Schmid mit seinen herrlich
grotesken Aktionen eine urkomische Vorstellung.
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