Am 19.Februar hatte das Fliegende Theater
wieder eine Premiere. Der Titel des Stückes lässt
den Zuschauer durchblicken : Gewiss werden wir auf
dem Weg Dinosauriern und Urmenschen begegnen und uns
mit der Frage der Entstehung des Lebens befassen.
Wird der kleine Raum des fliegenden Theaters ausreichend
sein, um jenen riesigen Gästen entgegenzukommen?
Aber schon erklingt eine hüpfende Musik, die uns in
eine kleine provinzielle Stadt im Deutschland der
50er Jahre einführt. Die Reise in die Zeit hat angefangen.
Rudolf Schmidt erzählt uns über seine Kindheit und
teilt mit den Zuschauern eine Erinnerung in Form eines
Steins. Als Kind hatte er den Stein gefunden, einen
uralten Stein, der neben einem kolossalen Knochen
eines Riesentieres lag, das während der Bauarbeiten
tief in der Erde entdeckt wurde. Den Stein schnappte
sich das Kind. Es wusste, dass im Stein ein Geheimnis
verborgen ist. Der Stein hatte alles gesehen, könnte
alles erzählen. Und tatsächlich tut der Stein so.
Ein Stein als Faden für eine Theaterinszenierung:
ein stilles und beobachtendes Element, ein stummer
Zeuge der strengen Regeln der Evolution.
Die Inszenierung entfaltet sich wie ein Bilderbuch;
jede Epoche vom Entstehen des Lebens bis zur Erscheinung
des ersten Menschen ist mit einem Bild dargestellt.
Zellen vermehren sich im Wasser, Fische wollen an
Land klettern, Dinosaurier gehen auf Jagd und sterben
in tödlichen Kämpfen. Pflanze keimen, wachsen, werden
von klimatischen Umstellungen ausgerottet, entstehen
wieder. Höhen und Berge werden geboren, die Erosion
rundet sie ab.
Eine Musikerin begleitet das Spiel wie in einem alten
Stummfilm: Mit urtümlichen Instrumenten wie Maultrommel.
Schwirrbogen, Berimbao, aber auch mit einfachen Steinen,
Schläuchen oder Wasserbecken lässt sie Urtiere, Überschwemmungsregen
und rauchende Vulkane im Raum widerhallen. Man hört
die Berge wachsen und den Samen im Boden keimen, den
zerstörerischen Sturm und die ersten Schritte eines
Urmenschen.
Der Puppenspieler und die Musikerin haben sich für
ein offenes Spiel entschieden: Alles wird vor unseren
Augen erschaffen und zerstört. Bis auf die Projektionen
auf der Leinwand können die Zuschauer das gesamte
theatralisches Geschehen verfolgen. Die Kraft der
Imagination wird ins Spiel gesetzt: Die Zuschauer
erleben, wie aus einer sandigen Wüste ein Fluss entstehen
kann, wie auf einem einfachen Tisch eine Millionen
Jahre alte Geschichte sich in kürzester Zeit entfaltet.
Sparsamkeit in den Mitteln und in der Beweglichkeit
und Ausdruckskraft der Puppen: es gelingt dem Spieler
mit wenigen kleinen Objekten eine Welt entstehen zu
lassen und deren strenge Regeln zu erzählen. Es gelingt
ihm jenseits aller Ice Age- Filme und witzigen
Ereignisse ein ernsthaftes Staunen im Auge der Zuschauer
zu gewinnen.
Mit diesem Stück wollen wir jenen Raum öffnen,
der die unerschöpfliche Neugier und den sinnlichen
Forschergeist für alle das Leben und unseren Ursprung
betreffenden Fragen nährt, inspiriert und beflügelt.
Der kleine Raum des Fliegenden Theaters ist allen
seinen Gästen der Urzeit entgegengekommen; wir kehren
in jene kleine provinzielle Stadt zurück. Der Stein
ist da, wir wissen, woher er kommt und was er uns
erzählen kann.
Zuschauerstimmen
aus unserem Gästebuch:
Eine Inszenierung
so unglaublich wie die Erdgeschichte
selbst. Die Kinder hat die Dinos und die
Urmenschen mit ihrer Sprache am besten
gefallen.
3 b der Azir-Nesim
Grundschule
Wir hoffen, dass
es bald wieder so eine phantastische,
kreative, einfach wunderbare Inszenierung
gibt. Sehr kindgerecht und auch für uns
Erwachsene nicht langweilig
einfach toll! Bitte mehr davon!
2b Hermann-Nohl Grundschule
Thema super
umgesetzt, völlig fesselnd!!! Weiter so...
Gemeinsame Kindererziehung e.V.
Danke für die schöne
Reise ! Das Stück zum Thema Urzeit war
phantastisch...
Deutsch-Türkischer Kinderclub
Wir Zottelbären
waren total begeistert. Alles war so
liebevoll gestaltet und so unterhaltsam.
Ein besonderes Lob der Musikerin. Spitze!!!
Kinderladen Zottelbär
Eure Reise in die
Urzeit war richtig klasse, die Kinder
hatten viel Spaß und die Erzieher auch.
Wir empfehlen euch weiter.
Das Team der Villa Anna ( Schülerladen)
Es war
beeindruckend! Die gesamte
Entwicklungsgeschichte zieht an einem
vorbei. Nichts ist ewig....! Dies macht
das Stück deutlich. Die Veränderungen!
Super! Danke!
S.Masuch, Lehrerin
Eine tolle
Leistung ! Idee und eine verständliche,
beeindruckende Darstellung
Reinhold Sude und Gina aus Harburg
"Eine Reise
in die Urzeit, zurück zu unseren Wurzeln..
Wirklich wichtig für die Zukunft. Ein
unbedingtes Muss!
Martina Multhaup-Gerz (Lehrerin)
So
was Tolles! Eine eindrückliche Intensität,
hergestellt mit so wenig Mitteln. Mein
Sohn war die ganze Zeit 100% Aug und Ohr
und ich war bezaubert von der Schönheit.
Ein großes
Geschenk... - Anna Vogler (Kunstlehrerin)
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